Stickstoffnarkose und Tiefenrausch beim Tauchen

Was ist eine Stickstoffnarkose ?

Die Stickstoffnarkose (auch: Tiefenrausch) tritt auf, wenn man tiefer taucht (mehr als 30 m) und dort der entsprechend höhere Stickstoffdruck die Gehirnfunktionen beeinträchtigt. Vergleichbar mit der Wirkung von zu viel Alkohol können beim Taucher Bewusstseinseintrübungen entstehen.

Je nach körperlicher Verfassung kann dieser Effekt aber auch schon in geringeren Tiefen eintreten. Der Eintritt und die Stärke der Stickstoffnarkose ist als von Taucher zu Taucher unterschiedlich und beim einzelnen Taucher auch abhängig von der Tagesform.

Symptome Tiefenrausch

Wie erkennt man die Stickstoffnarkose unter Wasser an sich selbst oder beim Tauchpartner?
  • übersteigerte Euphorie
  • vermindertes Urteilsvermögen
  • langsame Reaktionen
  • Orientierungslosigkeit
  • Angstzustände oder sogar Panik

Zur Tauchausbildung von PADI gehört z.B. auch ein Tieftauchgang, bei dem der Tauchschüler auf ca. 30m Rechenaufgaben lösen muss. Schnell merkt man, wie auf dieser Tiefe das logische Denken beeinträchtigt ist.

Gefahren der Stickstoffnarkose

Stickstoffnarkose bzw. Tiefenrausch tritt auf, wenn man tiefer taucht Scheinbar lustig klingt der Fall, wo ein Taucher im Tiefenrausch umher schwimmenden Fischen seinen Lungenautomaten reichte, weil er befürchtete, die Fische müssten ohne Luft ertrinken. Dieses "logische Denken" bzw. verminderte Urteilsvermögen kann aber auch schnell zu Tauchunfällen führen:

  • Überschreitung der Tiefengrenzen
  • Missachtung des Luftvorrats
  • Leichtsinnigkeit und Übermut in potentiellen Gefahrensituationen (Wrack, Höhlen)
  • keine Orientierung für Rückkehr zu Boot/ Land
  • panikartiger Aufstieg

Vermeidung und Behandlung von Stickstoffnarkose

Behandlung von Stickstoffnarkose: langsam auftauchen Der Tiefenrausch lässt sich sehr einfach vermeiden: Nicht tief tauchen und körperlich fit sein! Sollten die oben beschriebenen Symptome der Stickstoffnarkose beobachtet werden, genügt ein langsames Auftauchen in geringere Tiefen und die Symptome verschwinden von selbst.

Zur Sicherheit sollte der Tauchgang dann beendet werden und der Buddy sollte den betroffenen Taucher/ Taucherin sehr genau beobachten bzw. in Griff-Weite bleiben. Es wird empfohlen, die folgenden Tauchgänge an diesem Tag besonders konservativ zu planen, um kein weiteres Risiko einzugehen. Ähnlich dem Alkoholrausch können nach einem Tauchgang mit Tiefenrausch Müdigkeit und Kopfschmerzen auftreten.

HINWEIS: Die medizinischen Informationen, die sich über unsere Seiten erschließen, können und sollen in keinem Fall eine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

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