Flüssigkeitsverlust und Austrocknung beim Tauchen

Flüssigkeitsverlust beim Tauchen (Dehydration)

Um einen zu starken Flüssigkeitsverlust (Deydration) beim Tauchen zu vermeiden, sollte der Grundstz gelten: "Do drink and dive!" - natürlich kein Alkohol, sondern Wasser, Säfte, isotonische Geränke oder Früchtetee. Gerade beim Tauchen können der Wind am Meer (oder See) sowie die Kühlung durch das Wasser den Eindruck vermitteln, dass man keinen Durst hat. Doch Dehydration kann nicht nur Leistungseinschränkungen bewirken, sondern auch zu ernsthaften gesundheitlichen Gefährdungen führen.

Warum müssen Taucher viel trinken? Was sind die Ursachen der Dehydrierung man beim Tauchen? Was sind die besonderen Gefahren durch starken Flüssigkeitsverlust beim Tauchen und wie kann man die Austrocknung vermeiden?

Ursachen der Dehydrierung

Austrocknung durch Flüssigkeitsverlust Es gibt verschiedene Ursachen der Dhydrierung, sowohl allgemeine, als auch spezifische Faktoren beim Tauchen. Allgemein sorgt natürlich ein heisses und/ oder trockenes Klima für eine schnellere Austrocknung, weil man viel Flüssigkeit ausschwitzt (s. auch "Überhitzung"). Speziell beim Tauchen ist aber auch die geatmete Pressluft ein Grund für Flüssigkeitsverlust: Pressluftflaschen werden mit entfeuchteter Luft befüllt, um ein Verrosten zu vermeiden. Beim Einatmen befeuchten die Schleimhäute diese Luft automatisch, so dass hierbei viel Flüssigkeit verloren wird.

Eine weitere Ursache der Dehydrierung dürfte vielen Tauchern vor allem nach längeren Tauchgängen bekannt sein: Der Harndrang. Die Taucherdiurese bringt eine erhöhte Urinproduktion mit sich, weil durch die besonderen Druckverhältnisse die Nieren zu einer vermehrten Urinproduktion angeregt werden und dem Körper damit Flüssigkeit entziehen. Durch Abkühlung der Körpertemperatur bei Tauchgängen in kaltem Wasser kommt hinzu, dass sich die Blutgefäße verengen und dadurch die vermehrte freie Flüssigkeit im Blut den Harndrang verstärkt.

Gefahren durch Austrocknung

Ein hoher Flüssigkeitsverlust (Dehydration) ist eine der Hauptursachen für Tauchunfälle - der Dekompressionskrankheit (engl. Decompression Illness, DCI). Wie allgemein bekannt, sammelt sich beim Tauchen Stickstoff im Gewebe an, welches über das Blut wieder abtransportiert wird. Je ausgetrockneter ein Körper aber ist, desto dickflüssiger wird auch das Blut. Die verschlechterte Fließfähigkeit (Viskosität) bei zähflüssigem Blut reduziert den effektiven Abbau von Gasblasen und kann dadurch zur Dekompressionskrankheit führen.

Austrocknung vermeiden

Wie oben schon erwähnt, Flüssigkeitsverlust vermeidet man durch VIEL TRINKEN. In heißen Urlaubsländern empfiehlt man mindestens 3 Liter pro Tag. Am besten verteilt man diese Menge gleichmäßig über den Tag und überwindet sich zu regelmäßigem Trinken. Kurz vor dem Tauchgang einen Liter Wasser reinzuschütten macht genauso wenig Sinn, wie kurz danach den Flüssigkeitsverlust "schnell zu kompensieren", weil der Körper diese Mengen nicht so schnell im Gewebe verteilen kann bzw. weil die Dehydrierung schon während des Tauchgangs einsetzt.

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